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Die Longlist des Deutschen Buchpreises

Es ist wieder soweit, das Rennen um den Deutschen Buchpreis 2014 beginnt. Gerade wurde die Longlist veröffentlicht und die Arena zur lebhaften Diskussion freigegeben. Viel Kritik musste der Deutsche Buchpreis seit seiner Einführung 2005 schon einstecken, besonders Buchhändler bemängeln immer wieder, dass so manch ein Buch zwar literarisch wertvoll sein mag, in ihren Läden jedoch kaum über den Ladentisch geht. Zu artifiziell, zu sehr geschrieben für ein ausgewählt intellektuelles Publikum. Letztes Jahr gewann Terézia Mora mit ,Das Ungeheuer‚ den Preis und setzte sich damit gegen literarische Größen wie Urs Widmer, Daniel Kehlmann und Clemens Meyer durch. Die diesjährige Jury des Deutschen Buchpreises –

dbp14_Jury(c)Claus_Setzer

v.l.n.r. – Katrin Hillgruber, Manfred Pabst, Susanne Link, Annemarie Stoltenberg, Wiebke Porombka, Jens Bisky und Frithjof Klepp

hat sich für folgende Kandidaten entschieden:

·        Lukas Bärfuss: Koala (Wallstein, März 2014)

·        Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt (Luchterhand, März 2014,)

·        Antonio Fian: Das Polykrates-Syndrom (Droschl, Februar 2014)

·        Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr (S. Fischer, August 2014)

·        Thomas Hettche: Pfaueninsel (Kiepenheuer & Witsch, September 2014)

 ·        Esther Kinsky: Am Fluß (Matthes & Seitz Berlin, August 2014)

·        Angelika Klüssendorf: April (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014)

·        Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand (Hanser, August 2014)

·        Martin Lechner: Kleine Kassa (Residenz, Februar 2014)

·        Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling (Suhrkamp, März 2014)

·        Charles Lewinsky: Kastelau (Nagel & Kimche, Juli 2014)

·        Thomas Melle: 3000 Euro (Rowohlt.Berlin, August 2014)

·        Matthias Nawrat: Unternehmer (Rowohlt, März 2014)

·        Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn (Diogenes, Februar 2014)

·        Lutz Seiler: Kruso (Suhrkamp, September 2014)

·        Saša Stanišić: Vor dem Fest (Luchterhand, März 2014)

·        Heinrich Steinfest: Der Allesforscher (Piper, März 2014)

·        Marlene Streeruwitz: Nachkommen. (S. Fischer, Juni 2014)

·        Feridun Zaimoglu: Isabel (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014)

·        Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser (Rowohlt.Berlin, März 2014)

Zu einigen Nominierten könnt ihr hier bereits Besprechungen finden. So zu ,Sieben Sprünge vom Rand der Welt‚, ,Koala‚ und ,Vor dem Fest‚.

Wen hättet ihr ins Rennen geschickt? Habt ihr, mit Blick auf die Longlist, Favoriten?

7 Kommentare

  1. Pingback: [Literaturen] Die Longlist des Deutschen Buchpreises - #Bücher | netzlesen.de

  2. Wie in jedem Jahr. 🙂 Vieles, was drauf ist habe ich (noch) nicht gelesen. Vieles, was ich gelesen habe, ist nicht drauf. So ist Leben. Für alle ausgewählten Autoren, freut es mich aber. Sie haben es sicher verdient.

    • literaturen sagt

      Ich freue mich über die Liste, muss ich sagen. Überwiegend kenne ich die Autoren und Bücher, habe sie entweder gelesen oder noch hier im Regal. Und soweit ich es überblicken kann, sind es vielfach Bücher, die auch durchaus verkäuflich sind. Gerade im letzten Jahr hatte man so manchen Kandidaten dabei, der wie Blei in den Läden lag. Ich denke da nur an Reinhard Jirgl, der wirklich nur eineganz ausgewählte Leserschaft begeistern konnte. Hier sehe ich durchaus eine Möglichkeit, den Preis auch zu nutzen, um gute und lesbare Literatur zu vermitteln.

      • Gute und lesbare Literatur; da hast du recht. Insofern war mein obiger Kommentar auch mehr ein erhobener Zeigefinger in meine Richtung. Ich lasse deutschsprachige Gegenwartsautoren viel zu oft links liegen. Da könnte/müsste/sollte sich vielleicht was ändern.

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