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Melanie Raabe – Die Falle

Eine anerkannte und von der Kritik geschätzte Autorin hat seit elf Jahren das Haus nicht verlassen. Das hat ihr nicht nur den Ruf eingebracht, etwas eigenartig und exzentrisch zu sein, sondern öffnet Spekulationen über ihre Existenz immer wieder Tür und Tor. Nichts deutet auf eine große Veränderung hin, bis Linda Conrads eines Tages im Fernsehen das Gesicht eines Mörders erblickt. Nicht nur irgendeines Mörders. Dieser Mann hat ihre Schwester getötet. Linda Conrads schreibt Prosa. So ist es immer gewesen. Feingeistig, ästhetisch anspruchsvoll und mit psychologischer Finesse. Sehr zum Ärger ihres Verlegers entscheidet sie sich plötzlich für einen Genrewechsel, der stilistisch kaum rabiater sein könnte – sie möchte einen Thriller schreiben. Aber nicht etwa, weil sie plötzlich ihre Leidenschaft für gefällige Spannungsliteratur entdeckt hätte, sie möchte mit diesem Roman dem Mörder ihrer Schwester Anna eine Falle stellen. Es ist bereits über ein Jahrzehnt her, dass Anna in ihrer Wohnung mit sieben Messerstichen getötet wurde, neben ihr lag ein Strauß Blumen. Linda fand sie tot und sah den Mörder fliehen. Bei einer Tat, die mit solcher Brutalität …

Bitte übernehmen Sie, Melanie Raabe!

© Christian Faustus Das Schreiben begann für mich… mit dem Lesen. Genauer gesagt mit den Märchen und Geschichten, die mir meine Eltern und Großeltern vorgelesen haben. Ich habe mich so schon sehr früh in die Welt der Bücher verliebt und war – noch bevor ich das ABC konnte – ein absoluter Bücherwurm. Wie die meisten Kinder habe ich mir gerne Geschichten ausgedacht. Dann, als ich ein Teenager war, kam eine Phase, in der ich fürchterliche, weinerliche Gedichte geschrieben habe. Und schließlich habe ich zur Prosa gefunden. (Zum Glück!) Ein Buch muss… meines Erachtens gar nichts. Ein Buch muss nichts und darf alles. Freiheit! Wildheit! Unterschiedlichkeit! Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich… ohne Weiteres wahnsinnig werden. Denn dann hätte ich kein Ventil – und das wäre … eher schlecht. Für alle Beteiligten. Ein Kindheitstraum von mir war… Stuntfrau zu werden. Ich bin ein Kind der 80er und war das, was man im Englischen als „tomboy“ bezeichnen würde. Ich bin mit diesen ganzen coolen 80er-Jahre-Serien aufgewachsen: „Trio mit vier Fäusten“, „Simon & Simon“ und Co. …