Alle Artikel mit dem Schlagwort: heinrich steinfest

Heinrich Steinfest – Das grüne Rollo

Heinrich Steinfest ist bekannt für seine überbordende Fantasie, seinen einmaligen Humor und seine trotz aller Verrücktheiten doch geerdete und pointierte Sprache. Das brachte ihm u.a. im letzten Jahr eine Nominierung für den Deutschen Buchpreis ein. ,Der Allesforscher‘ schaffte es sogar auf die Shortlist. Auch mit ,Das grüne Rollo’ erzählt Steinfest eine aberwitzige Geschichte, die mit Anklängen an Michael Ende begeistert und bis zum Schluss darüber im Unklaren lässt, was wirklich vor sich geht. Spannend, witzig, nachdenklich – von Heinrich Steinfest lässt man sich viel erzählen. Es brauchte eine geistige Verfassung jenseits von frisch gepreßtem Orangensaft. Theo März ist eigentlich ein ganz normaler zehnjähriger Junge. Er ist gerade auf das Gymnasium gewechselt, hat einen Bruder und eine Schwester und lebt in einer intakten Familie. Alles hat seine Ordnung, bis er eines Abends plötzlich vor seinem Fenster ein flaschengrünes Rollo erblickt. Das ist aus zweierlei Gründen bemerkenswert. Einerseits natürlich, weil es wie aus dem Nichts auftaucht und eine ganz eigentümliche Anziehungskraft entfaltet. Andererseits aber auch, weil seine Eltern sich immer äußerst strikt gegen jede Art von Fensterverkleidung …

Bitte übernehmen Sie, Heinrich Steinfest!

Foto: Christian Hass Das Schreiben begann für mich.. …,als ich mit dem Malen aufhörte. Ein Buch muss.. …so beschaffen sein, daß es in der Sauna, im Dschungel, im Badezimmer und sonstwo nicht auseinanderfällt. Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich.. …Bücher verlegen? Nein, der Verzicht aufs Schreiben würde mir einzig und allein eine Lücke bescheren. Ein Kindheitstraum von mir war.. …absolute Sicherheit. Wie gesagt, ein Traum. Wenn ich nicht schlafen kann,.. …bleibe ich wach. (Das ist ein Motto aus meinem Roman „Die feine Nase der Lilli Steinbeck” und stammt wiederum aus dem Film „Die Dolmetscherin“, als Frau Kidman Herrn Penn genau diese Frage stellt). Völlig unterschätzt wird.. …die tiefe Zufriedenheit, die sich aus der Hausarbeit ergibt. Wenn ich Musik höre, dann.. …spüre ich meistens das Bedürfnis, mich zu bewegen (ich meine damit nicht tanzen, sondern einfach, auf kleinem Raum unterwegs zu sein). Ich erfülle folgendes charmantes Autorenklischee: Ich trage eine Brille, mag Whisky und höre schlecht. Eine meiner seltsamsten Angewohnheiten ist es,.. …vor dem Schlafgehen unter dem Bett nachzusehen, ob da jemand liegt (wenn …

Heinrich Steinfest – Der Allesforscher

Wenn Wale explodieren und der Grund für einen völlig ungeplanten Krankenhausaufenthalt sind, wenn Flugzeuge abstürzen, Manager plötzlich Bademeister werden und Kinder adoptieren, die eine Sprache sprechen, an denen sich selbst der gewiefteste Linguist die Zähne ausbeißt – dann muss man sich in einem Roman von Heinrich Steinfest befinden. Unterhaltsam und angereichert mit allerlei kleinen philosophischen Alltagsexkursen, abgedreht und einzigartig. Sixten Braun hat Pech, als er in seiner Eigenschaft als Manager in Taiwan gerade zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Direkt vor seinen Augen explodiert ein riesiger Wal und von den in die Umgebung katapultierten Überresten des Meeressäugers getroffen, wird Sixten ins Krankenhaus eingeliefert. Es hat ihn hart getroffen – was vom Wal es auch immer war, das ihn erwischte. (Für alle übrigens, die glauben, Heinrich Steinfest hätte sich etwas so Absurdes wie eine Walexplosion ausgedacht – nö. Gibt es. Gab es. 2004 eben dort, wo Sixten sich aufhält) Wer gesundheitlich, im wahrsten Sinne des Wortes, (durch einen Wal) angeschlagen ist, wird kritisch beäugt. Wie wahrscheinlich ist es schon, dass einem sowas passiert? “Oha!” Ein …