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Mark Twain – Knallkopf Wilson

Mark Twain (1835-1910, eigentlich Samuel Langhorne Clemens) gehört wohl zu den bekanntesten amerikanischen Realisten. Berühmtheit erlangte er vorallendingen durch seine Geschichten um Tom Sawyer und Huckleberry Finn und seine Reisebeschreibungen. Seine humoristischen Erzählungen erfreuten sich großer Beliebtheit, jedoch gab es auch den gesellschaftskritischen und zynischen Twain, den man neben den gefälligen Abenteuergeschichten leicht vergisst. Knallkopf Wilson ist hierfür ein gutes Beispiel. Mark Twain ist der bei weitem bedeutendste amerikanische Schriftsteller … Ich spreche mehr von dem Soziologen als von dem Humoristen Twain. Sicherlich ist er in fast derselben Lage wie ich. Er muss die Dinge so darstellen, dass die Leute, die ihn andernfalls hängen würden, glauben, er mache Spaß. … sagte George Bernard Shaw über Mark Twain und hatte damit vermutlich nicht Unrecht. Knallkopf Wilson ist, trotz seines relativ geringen Umfangs, eine sehr vielschichtige und gewissermaßen auch genreübergreifende Erzählung. Man kann es als Kriminalgeschichte lesen, als bissige Satire auf den Südstaatendünkel zu Zeiten der Sklaverei, man kann es lesen als Streitschrift gegen eben jene Sklaverei oder als Geschichte eines Lebens, das bleibt jedem selbst überlassen. …