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Bitte übernehmen Sie, Ulrike Draesner!

Das Schreiben begann für mich.. …mit sechs: Briefe an eine erfundene Frau Aussprache. War nicht sehr erfolgreich und half überhaupt nicht. Ich machte dann ein paar Jahre Pause. Ein Buch muss.. …es wagen, so frei sein, nichts mehr zu müssen. Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich.. …Affenforscherin oder Astronautin sein. Ein Kindheitstraum von mir war,.. …vier Kinder zu bekommen und mit Tieren zusammenzuleben. Wenn ich nicht schlafen kann,.. …schlafe ich bereits. Völlig unterschätzt wird.. …die Wirkung von Kaugummi auf das Schreibgehirn. Wenn ich Musik höre, dann.. …flüchten alle. Ich singe mit. Ich erfülle folgendes charmantes Autorenklischee: renne völlig geistesabwesend durch die Straßen, sehe niemanden und grüße daher auch nicht. Eine meiner seltsamsten Angewohnheiten ist es,.. …partout keine Kaffeemaschine anzuschaffen, um nicht zu viel Kaffee zu trinken, und dennoch zu viel, dann auch noch teuren Café-Kaffee zu trinken. Literatur kann.. …fies sein: wirkt manchmal nach Jahren, aus dem Hinterhalt. Ulrike Draesner, 1962 in München geboren, eine der profiliertesten deutschsprachigen Autorinnen, lebt in Berlin. Ihr Werk umfasst Lyrik, Prosa, Essayistik, Hörspiel. Für ihre Gedichte und …

Ulrike Draesner – Sieben Sprünge vom Rand der Welt

Ulrike Draesner ist eine deutsche Autorin. In München aufgewachsen studierte sie Rechtswissenschaften, Anglistik, Germanistik und Philosophie an verschiedenen Universitäten im In – und Ausland. Seit 1994 lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin und veröffentlicht außer Prosatexten und Essays auch Lyrik. Sie wirkt gemeinsam mit bildenden Künstlern auch an intermedialen Projekten mit. ,Sieben Sprünge vom Rand der Welt‘, ein Roman über Vertreibung und das Schwelen von Erinnerung unter der Oberfläche, erscheint im Luchterhand Verlag. Vater, glücklicher Raum, schlurft durchs Institut. Hose, Lederjacke, Seminar. Seine alte Gartenjacke. Wie er aussieht, ist ihm egal. Der Rundrücken, die Hosenträger, die Karl-Valentin-Beine. Verrückt war er schon immer, auf seine Weise: exakt, kühl, kalkuliert. Eustachius Grolman, Verhaltensforscher und zweiundachtzigdreiviertel Jahre, ist ein renommierter Wissenschaftler. Seit Jahrzehnten forscht er mit Affen, vorzugsweise Schimpansen und Bonobos. Wo andere versuchen, den Menschen im Affen zu entdecken, versucht er, den Affen im Menschen zu entlarven. Seine Lebensgeschichte gleicht der vieler anderer Kriegskinder. Der Vater kämpft an der Front und Eustachius muss mit seiner Mutter und dem älteren, behinderten Bruder Emil im Winter 1945 aus …