Alle Artikel mit dem Schlagwort: tradition

Dina Nayeri – Ein Teelöffel Land und Meer

Dina Nayeri ist eine iranische Schriftstellerin. Während der Islamischen Revolution im Iran geboren, emigriert sie als Zehnjährige mit ihrer Familie in die USA. Sie studierte in Harvard und arbeitete zeitweise in der Modebranche, als Unternehmensberaterin und Investmentbankerin, bis sie für sich entschied, Romane zu schreiben. Heute arbeitet Nayeri bereits an ihrem zweiten Roman und leitet Schreibkurse des Iowa Writers’ Workshop. Ein Teelöffel Land und Meer erscheint im mare Verlag, in der Übersetzung von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Zwillinge sollen manchmal eine fast überirdische Verbindung zueinander haben. So stark und innig, dass die eine spürt, was der anderen widerfährt, selbst wenn viele Kilometer die beiden trennen. Alles, woran sich Saba Hafezi noch verschwommen erinnert, bevor ihre Zwillingsschwester Mahtab und ihre Mutter spurlos verschwanden – in ein Flugzeug stiegen nach Amerika? – ist eine Frau mit dunkelblauem Manteau, ist ihre Schwester an der Hand eines Fremden, ist ein grünes Kopftuch. Doch ihre Erinnerungen sind trügerisch, irgendwas muss falsch an ihnen sein. Warum haben ihre Mutter und ihre Schwester sich niemals gemeldet, wenn sie das Flugzeug nach …

Nick Dybek – Der Himmel über Greene Harbor

Nick Dybek ist ein amerikanischer Autor. Aufgewachsen in Kalamazoo, Michigan, hat er mit dem kommerziellen Fischfang zwar zunächst wenig zu tun, liest sich aber in das Thema ein, fest davon überzeugt, dass es diese Geschichte ist, die er erzählen muss. Mit seiner Kurzprosa gewann er bereits mehrere Preise. ,Der Himmel über Greene Harbor’ ist sein Debütroman (im Original: When Captain Flint Was Still A Good Man), erschienen im mare Verlag, ins Deutsche übersetzt von Frank Fingerhuth. Viele von uns haben vermutlich in jungen Jahren Stevensons Schatzinsel gelesen. Ich bekam schon früh eine Ausgabe dieses klassischen Abenteuerromans in die Hände, doch es sollten noch so einige Jahre ins Land gehen, bis ich ihn tatsächlich las. Als Kind verschreckten mich doch die Schilderungen verstümmelter Finger und zahnloser Münder zu sehr und so landete Stevenson wieder im Regal. Nick Dybeks Ich-Erzähler hingegen, der 14-jährige Cal, ist völlig fasziniert von Stevensons Schatzinsel, insbesondere aber von Long John Silver, über den er seinen Vater immer wieder ausfragt. War er immer böse? Und wenn nicht, wie ist er böse geworden? Cal …