Alle Artikel mit dem Schlagwort: teresa präauer

Bitte übernehmen Sie, Teresa Präauer!

  Das Schreiben begann für mich … ..als Kind mit dem Schriftzug »juchhu!«.  Ein Buch muss … ..»gar nix, außer (…) nach seinen selbstgeschriebenen Regeln ticken« (Großstadtgeflüster). Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich … ..so tun als ob. Ein Kindheitstraum von mir war … ..erwachsen zu sein, um endlich zu machen, was ich will. Wenn ich nicht schlafen kann, … ..jaule ich den Mond an. Völlig unterschätzt wird … ..die Auswirkung des Flügelschlages eines Schmetterlings in Brasilien. Wenn ich Musik höre, dann … ..singe, tanze oder schweige ich. Ich erfülle folgendes charmantes Autorenklischee: Ich kann nicht sprechen, ohne zu formulieren. Eine meiner seltsamsten Angewohnheiten ist es, … ..trotzdem charmant zu bleiben. Literatur kann … ..Leben retten. Teresa Präauer, geb. 1979, lebt in Wien, schreibt und zeichnet. Sie hat in Berlin, Salzburg und Wien Germanistik und Malerei studiert. 2009 erschien bei der Edition Krill das Postkartenbuch “Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken”, 2010 bei Hoffmann und Campe “Die Gans im Gegenteil” (Text von Wolf Haas). 2012 erhielt sie den aspekte-Literaturpreis für das beste …

Teresa Präauer – Johnny und Jean

Sie kommen aus der Provinz in die “zweitgrößte Stadt”, der eine mit beeindruckender Präsenz, der andere mit zahlreichen Bildern von Fischen. Beide geben sie sich neue Namen, um das Alte hinter sich zu lassen, um all das abzustreifen, was ihnen jetzt, als Kunststudenten in der hippen Großstadt, bloß noch lästig erscheint. Teresa Präauer schreibt einen Roman von Freundschaft und Kunst, aber auch von den Unsicherheiten des Erwachsenwerdens. Johnny und Jean – so nennen sie sich – sind Kunststudenten und infolgedessen schon qua ihrer Studienwahl zu einer gewissen Selbstinszenierung verpflichtet. Aus der Kleinstadt gelangen beide Männer in die große Stadt; der eine fügt sich mit seiner Präsenz und seinem Charisma fast organisch in seine Umgebung, der andere kommt mit Bildern von Fischen daher, die wenig Beachtung in Künstlerkreisen finden. Jean, französisch ausgesprochen, ist der hippe und überall beliebte Künstlertyp, dem alles zu gelingen scheint, was er anpackt. Johnny, “der Amerikaner”, fantasiert zunächst bloß, stumm wie seine getuschten Fische, von einer Freundschaft zu Jean. Zu Jean-der-alles-kann, Jean-der-jeden-begeistert. Er ist nur Johnny-der-Zigaretten-dreht. Ein Jahr lang gehe ich geduckt …