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Miriam Stein – Das Fürchten verlernen

Miriam Stein wächst als Adoptivkind aus Südkorea mit mehreren Geschwistern in einer deutschen Familie auf. Ihre Mutter leidet unter Angst und Panikattacken, die den Bewegungsradius aller auf ein Minimum beschränken. Der Vater ist viel unterwegs, die Kinder übernehmen unterdessen die Elternrolle. Alles, was die Mutter überfordern und Attacken auslösen könnte, wird vermieden. Das Leben schrumpft zusammen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Angst und Normalität. Miriam rebelliert und muss schließlich feststellen, dass auch in ihr die Angst ihrer Mutter Wurzeln geschlagen hat. Etwa 14 % der Europäer leiden unter Angststörungen. Darunter fallen nicht nur generalisierte Angst- und Panikstörungen ohne einen konkreten Angstauslöser, sondern auch spezifische Phobien, die sich auf spezielle Reize (Spinnen, Höhe, Flugreisen, Enge etc.) beziehen. Angststörungen sind nicht selten, sondern neben Depressionen vermutlich eine der am häufigsten auftretenden psychischen Krankheiten. Miriam Steins Mutter leidet unter Schwindelanfällen und Panikattacken, ohne dass es konkrete Auslöser gibt. Manchmal löst Zurückweisung das Zittern und Schwanken aus, manchmal auch allgemeiner Stress, die Unvertrautheit fremder Situationen oder Menschen, ein anderes Mal das Gefühl, eine Umgebung im Falle aufsteigender Angst …