Alle Artikel mit dem Schlagwort: menschen

Sabine Peters – Narrengarten

Sabine Peters ist eine deutsche Autorin. Sie studierte Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Philosophie. Seit 2004 lebt sie als freie Schriftstellerin in Hamburg. Sie erhielt bereits zahlreiche Preise und Stipendien, so z.B. den Ernst-Willner Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb sowie letztes Jahr den Georg-K.-Glaser-Preis. Narrengarten ist ihr mittlerweile siebtes Buch und erscheint im Wallstein Verlag. Großstädte sind asphaltierte Abgründe. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, einen kurzen Moment durch die Gedanken seiner Mitmenschen zu flanieren? Nicht durch die offensichtlichen, sondern die versteckten und verborgenen, durch die, die aus gutem Grund im Verborgenen stattfinden. Sabine Peters ermöglicht dem Leser mit Narrengarten genau solche Spaziergänge, Spaziergänge durch die Gefühls – und Gedankenwelten ganz normaler und alltäglicher Menschen. Die Heimat gab es lange vor mir. Um sich ihr wieder zu nähern, könnte man in einem Bild vielleicht sagen, sie ging leicht gebeugt, ihr Gesicht war faltig. War sie alt? Auf jeden Fall hat sie viel gesehen. Und bestimmt war sie so, wie alle Heimaten sind, manchmal stur, engstirnig und verschlossen. Dann wieer öffnete sie unerwartet Türen zu ihren Kammern, Räumen, Ländereien, …

Peter Stamm – Seerücken

Peter Stamm ist ein Schweizer Schriftsteller. Seine ersten literarischen Gehversuche waren mühsam und von vielen Absagen geprägt, Sein Roman Agnes wurde erst sechs Jahre nach Beendigung veröffentlicht. Er begann, Anglistik zu studieren, wechselte dann ins Studienfach Psychologie und war Praktikant in verschiedenen psychiatrischen Kliniken. Ab 1990 war Stamm auch als Journalist für die NZZ, den Tages-Anzeiger und die Weltwoche tätig. 2013 stand er auf der Shortlist des Man Booker Prizes. Wer Peter Stamm zum ersten Mal liest, dem wird sofort der eher nüchterne und distanzierte Stil ins Auge fallen, der wird bemerken, dass Stamm sich tatsächlich viel mehr in der Rolle des Beobachters, statt in der des ausschmückenden Erzählers begreift. In “Seerücken” versammeln sich zehn Erzählungen, die alle, in unterschiedlicher Weise, menschliche Schicksale beleuchten, lakonisch und beiläufig fast der Ausprägung alltäglichen Leids nachspüren. Was man spürt, in jeder einzelnen Geschichte und besonders in den mithin vielfältig interpretierbaren Enden ist ein gewisser Fatalismus, eine trockene Hoffnungslosigkeit. So ist das Leben eben. Da ist das Paar, das gemeinsam in den Urlaub fährt, zwischen sich eine Menge Distanz …