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C.S. Forester – Tödliche Ohnmacht

Cecil Scott Forester (1899-1966, eigentlich Cecil Lewis Troughton Smith) war ein englischer Schriftsteller und Journalist. Er brach ein Medizinstudium ab, um sich dem Schreiben zu widmen und wurde durch seine Romane rund um den Seefahrer Horatio Hornblower und dessen Karriere zu Zeiten der Napoleonischen Kriege bekannt. Seit 1932 schrieb er auch hin und wieder Drehbücher für Hollywood. Tödliche Ohnmacht, 1935 verfasst, schlummerte jahrelang von der Öffentlichkeit unbemerkt im Dunkel, 2011 erschien er erstmals in England, bei uns nun im dtv Verlag in der Übersetzung von Britta Mümmler. Nicht selten in Kunst und Kultur sind Mütter und die jeweilig spezielle Beziehung zu ihnen steter Quell von eskalierender Gewalt und haarsträubenden Katastrophen. Man denke nur an Norman Bates und seine wahnhafte Besessenheit noch über den Tod seiner Mutter hinaus oder, ganz klassisch, an Ödipus und seine Vereinigung wider besseren Wissens. Ein bisschen so hält es auch C.S. Forester, wenngleich der springende Punkt hier auch nicht die Beziehung des Kindes zur Mutter, sondern der Mutter zum Kind ist. Die unsinnige Freude, die der Mensch in der Jagd findet, …

Omne ignotum pro magnifico!

83 Jahre ist es heute her, dass der Schöpfer des größten Meisterdetektivs der literarischen Welt in Crowborough starb. Arthur Conan Doyle wurde 1859 in Edinburgh geboren und schlug, auf Geheiß seines Vaters, schon früh eine medizinische Laufbahn ein. 1880 reiste er als Schiffsarzt auf dem Walfänger Hope in die Arktis, später auf einem anderen Schiff nach Westafrika. Von 1882 bis 1890 führte er in Southsea bei Portsmouth eine eigene Praxis, verfasste jedoch in seiner Freizeit schon die ein oder andere Geschichte, so zum Beispiel seinen ersten Roman The Narrative of John Smith, der bis 2011 jedoch unvollendet und unveröffentlicht blieb. 1887 veröffentlichte er die erste Sherlock-Holmes-Geschichte – eine Studie in Scharlachrot, die neben einem Kriminalfall auch das erste Zusammentreffen zwischen Sherlock Holmes und dem Arzt und Kriegsveteranen John Watson schildert. Er erschuf Watson als Abbild seiner selbst, für die Rolle des genialen Logikers Holmes hatte er John Bell, seinen Lehrer an der Universität, im Auge. So sagen einige. Andere vertreten die Ansicht, Holmes und Watson seien zwei Seiten Conan Doyles, schließlich bedarf es auch als …