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Keine Delikatessen

,Das hektische Trendabfeiern findet woanders statt’, kann man auf der Homepage der 2003 gegründeten Zeitschrift ,Keine Delikatessen’ lesen. Das umreißt, trotzdem es ein Zitat Roland Steiners ist, sehr angemessen und treffend das Selbstverständnis des Literaturmagazins mit Wiener Herausgeberinnensitz. Sarah Legler und Maria Seisenbacher sind studierte Literaturwissenschaftlerinnen und wollen entdecken. Nicht kurzfristig bejubeln. Mittlerweile erscheint ,Keine Delikatessen’ einmal jährlich stets vor einem speziellen thematischen Hintergrund. Mit #18 war das ,andernorts’, das sich in vielschichtiger Weise den Themen Heimat, Fernweh und Reiselust genähert hat. Ein Artikel über weibliche Reisende und Entdeckerinnen zu Zeiten, in denen die sich noch als Mann kostümieren mussten, um die notwendige Bewegungsfreiheit zu haben, findet in der Ausgabe ebenso Platz wie Besprechungen zu entsprechenden Romanen, Lyrikbänden, Antologien oder Graphic Novels. Jede Ausgabe versucht ein Thema in möglichst großer stilistischer Bandbreite darzustellen und so gibt es wohl kaum eine literarische Herangehensweise, der sich ,Keine Delikatessen’ verschließen würde. Erzählungen, Essays und Lyrik, beizeiten auch unterstützt durch stimmungsvolle Fotografien bilden die hauptsächlichen Inhalte. Ab und an findet sich auch ein zweisprachiges Gedicht zwischen den Seiten, ,Keine …