Alle Artikel mit dem Schlagwort: jana volkmann

Bitte übernehmen Sie, Jana Volkmann!

© Jana Legler Das Schreiben begann für mich… ..ziemlich früh, noch vor der Einschulung – mit einer Art Fünf-Freunde-Fanfiction, die die unscheinbare Anne und den Hund Timmy zu den eigentlichen Helden machte. Ein Buch muss… ..nicht zum Kanon gehören, keine Schullektüre sein und nicht im Feuilleton gefeiert werden, um großartig zu sein. Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich… ..zum Glück immernoch damit anfangen. Es ist gut möglich, dass es mir fehlen würde. Ein Kindheitstraum von mir war… ..ein Paar Lackschuhe. Der Wunsch ging in Erfüllung, allerdings deutlich später als geplant. Wenn ich nicht schlafen kann,… ..schaue ich mir manchmal den Sonnenaufgang an und denke, das war’s wert. Ich hätte nichts dagegen, öfter nicht schlafen zu können. Völlig unterschätzt wird… ..dass das Schreiben auch eine sehr soziale Tätigkeit sein kann und nicht zwangsläufig im Elfenbeinturm-Exil stattfindet. Über Ideen und angefangene, aber unfertige Texte zu sprechen, macht sie häufig viel besser. Und es hilft, die eigenen Gedanken zu begreifen. Wenn ich Musik höre, dann… ..passe ich meine Geschwindigkeit dem Rhythmus an, egal, ob ich gerade …

Das Eigene und das Fremde

Was wäre, wenn uns die vergessenen und verblassten Widmungen in alten Büchern mehr erzählen könnten als die Geschichten in ihnen? Einzelgängerin Hanna ist eine unsichtbare Jägerin nach Worten, die von Menschen in Büchern zurückgelassen wurden. Worte an eine längst verflossene Liebe, die Eltern, Kinder, Kollegen. Hanna zieht sich in sie zurück wie in eine Welt, die nur auf sie gewartet hat. Die fiktiven Erzählungen eines Autors sind für Hanna uninteressant geworden. Was die junge Frau, Stammgast im Antiquariat und Meisterin des unbemerkten Stöberns, mittlerweile viel mehr interessiert, sind die handschriftlichen Widmungen, die Menschen in den Büchern hinterlassen haben. Sie analysiert das Geschriebene,malt sich aus, zu welchen Menschen es passen, in welchen Situationen es geschrieben sein könnte. Mal ist es nur ein schlichter Gruß, mal sind es die unsicheren Worte eines Verliebten, der seine Gefühle nur schwer in Worte fassen kann. Hanna zieht sich in die vermeintlichen Geschichten anderer zurück, ihr eigenes Leben beginnt zu stagnieren und nach der Begegnung mit einer mysteriösen Frau sogar wilde Blüten der Fantasie zu treiben. Könnte man sich nicht jedes …