Alle Artikel mit dem Schlagwort: jacoby & stuart

Michael Goodwin & Dan E.Burr – Economix

Mit einem Comic hochkomplexe wirtschaftliche Zusammenhänge begreiflich zu machen, scheint auf den ersten Blick eine höchst undankbare, wenn nicht unlösbare Aufgabe zu sein. Michael Goodwin und Dan E.Burr ist es mit ihrer Publikation – in Deutschland im Hause Jacoby & Stuart erschienen – allerdings gelungen, die Graphic Novel in den Stand eines pädagogischen Werks zu heben, das als Lektüre an Schulen den Lehrenden und Lernenden sicherlich nicht zum Nachteil gereichen würde. Ein bravouröses ,Es war einmal das Wirtschaftswesen’. Ein Wunderwerk! Wer denkt bei ,Economix’ nicht sofort an ,Logicomix’, die hervorragend verbildlichte Geschichte um das Leben Bertrand Russells und die Grundlagen der Mathematik? Die Graphic Novel ist, wie wenige andere Medien, auf eine einzigartige Weise in der Lage, komplexe Zusammenhänge durch abstrakte Verbildlichung begreiflich zu machen. Das galt bereits bei Logicomix wie auch im Falle dieser Gemeinschaftsarbeit Michael Goodwins und Dan Burrs. Viele Menschen wissen, nicht erst seit 2008, wenngleich dieses Jahr ihre dunkelsten Ahnungen auch in beängstigender Weise fassbar gemacht hat, in welchem Umfang die Wirtschaft und wirtschaftliche Interessen einzelner in ihre Lebenswirklichkeit eingreifen. Mit …

Cécil & Brunschwig – Holmes (1)

Luc Brunschwig studierte Werbung und Marketing. Seit 1989 entwickelte er gemeinsam mit Laurent Hirn erfolgreiche Comicserien. Cécil studierte an der Kunstakademie in Bordeaux und arbeitete als Grafiker, Illustrator und Journalist. Auch er veröffentlichte bereits mehrere Comics, die ihm in Frankreich u.a. den Comicpreis der französischen Buchhändler eintrugen. (auf Deutsch erschienen z.B. Das Schmetterlingsnetzwerk mit Eric Corbeyran im Splitter-Verlag) Für beide ist die Holmes-Serie das bisher größte Projekt. Hin und wieder erwähne ich meine Liebe zum größten Meisterdetektiv aller Zeiten, meine Bewunderung für diesen von Logik und Ratio durchdrungenen Mann, den scheinbar keine Emotion in seinen Deduktionsfertigkeiten beirren kann. In meinem Zimmer prangt ein Sherlock-Holmes-Plakat, in meinem Regal steht eine Gesamtausgabe, bei meinen DVDs steht die gesamte Granada Serie mit Jeremy Brett. Es war gewissermaßen irgendwas zwischen notwendig und zwingend, dass dieses Comic in mein Regal wandert, zumal es sich hinsichtlich der Ausgangslage durchaus an Conan Doyle hält. 1891 stürzt Sherlock Holmes mit seinem Erzfeind Professor Moriarty, dem Strippenzieher allen ungesühnten Verbrechens Londons zu dieser Zeit, die Reichenbachfälle hinab und gilt fortan als tot. Das war …