Alle Artikel mit dem Schlagwort: indiebookday

Kleines FAQ zum Indiebookday

Am Samstag ist es endlich soweit. Der Indiebookday geht in die zweite Runde. Vom mairisch Verlag ins Leben gerufen, ist er ein Fest für das unabhängige Verlegen, für Mut, Einfallsreichtum und die kleine Prise Verrücktheit, die notwendig ist, um ein bisschen von ausgetretenen Pfaden abzuweichen. Nun fragt sich mancher, der vom Indiebookday bisher nichts gehört hat, mutmaßlich so einiges, wenn er davon liest. Was ist das? Ist das irgendein schrulliger Gedenktag? Wie kann ich mitmachen? Was bringt mir das dann? Ein kleines Indiebookday-FAQ. Was ist der Indiebookday? An einem Tag im Jahr, dem 22.März, sind alle Bibliophilen, alle Leser und Freunde des geschriebenen Wortes herzlich eingeladen, ihre örtlichen Buchhandlungen zu stürmen, um ein Buch aus einem unabhängigen und kleinen Verlag zu kaufen. Genre und Preis sind ganz egal, Hauptsache, der Verlag gehört nicht zu einem großen Zusammenschluss (wie z.B. Randomhouse) und arbeitet unabhängig. Was ist ein Indie-Verlag? Die Kurt-Wolff-Stiftung hat eine Reihe von Kriterien dafür herausgegeben, was ein Indie-Verlag ist (konzernunabhängig, mit einem regelmäßig erscheinenden Programm, einer Website usw.), für den, der am Samstag ein …

Ein (Blog)Jahr 2013 endet

Allerorten wird man dieser Tage erschlagen mit Jahresrückblicken und possierlichen Infografiken, die in möglichst komprimierter Form das letzte Jahr widergeben sollen. Auf dass wir uns alles nochmal wohlmeinend ins Gedächtnis rufen, um es dann, überwiegend, guten Gewissens von der Festplatte zu löschen. Nächstes Jahr geht schließlich alles von vorn los. Auch ich möchte auf mein 2013 zurückschauen, denn es hatte so einige literarische und persönliche Überraschungen parat, die nicht unerwähnt dem Vergessen anheimfallen dürfen. Mein Lesejahr begonnen habe ich mit Ingvar Ambjørnsens ,Den Oridongo hinauf‘. Es war ein Weihnachtsgeschenk und eine sehr lohnenswerte Lektüre. Sprachlich außerordentlich intensiv nahm das Jahr seinen Anfang auf einer abgelegenen norwegischen Insel. Kurz darauf folgten zwei absolute Ausnahmen in meiner bisherigen Blogtätigkeit. Habe ich doch den hochgelobten und vorallendingen äußerst rentablen Roman von Jojo Moyes gelesen, ,Ein ganzes halbes Jahr‘. Und mich bewusst entschieden, es nicht zu rezensieren. Zwar habe ich einen Text geschrieben, irgend etwas hat mich dann aber doch davor zurückschrecken lassen, es zu veröffentlichen. Hier ein kurzer Auszug: Man mag es kaum glauben, da lese ich doch …

Zum INDIEBOOKDAY 2013

Heute ist INDIEBOOKDAY! Initiiert vom Berliner mairisch-Verlag ist heute der Tag, an dem man sich als literaturaffiner Mensch auch gern einmal den kleinen und unabhängigen Verlagen zuwendet. Freilich sollte man sich auch sonst in den Nischen des Literaturbetriebs umsehen, doch heute hat man auch noch die Möglichkeit, das mit vielen anderen gemeinsam zu tun. Kleinstverlage leisten eine gute und wichtige Arbeit in den Mühlen der Literaturbranche! Sie machen uns mit Künstlern und Werken vertraut, die in größerem Rahmen immer wieder durch’s Netz fallen, sie verwöhnen uns mit besonderer Ausstattung, die das bloße Hardcover oder Taschenbuch spielend leicht übertrumpfen. Sie legen uns Geschichten vor, die vermutlich wenig massenkompatibel sind, haben den Mut zum Ausprobieren! So zum Beispiel auch der neu gegründete Metrolit-Verlag, der mit David Rees Werk Die Kunst einen Bleistift zu spitzen etwas veröffentlicht hat, was mutmaßlich jedem größeren Verlag höchstens ein wohlwollendes Lächeln entlockt hätte. Am INDIEBOOKDAY aber habe ich mich für die Friedenauer Presse entschieden. Die Friedenauer Presse, gegründet 1963 in der Wolff’s Bücherei im Berliner Stadtteil Friedenau,  ist nicht nur bekannt für …