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Gyde Callesen – Angst hat die Quersumme 5

Gyde Callesen ist eine deutsche Autorin. 1975 in Flensburg geboren studierte sie nach dem Abitur Literatur – und Sprachwissenschaft, Philosophie, Pädagogik und Biologie. Sie lebt seit 2000 als freie Autorin in Hannover, seit 2007 betreibt sie eine eigene Schreibschule. Seit 2005 leitet sie auch beim Frauennotruf Hannover Schreibwerkstätten, um den traumatisierten Frauen eine Möglichkeit des Umgangs an die Hand zu geben. ,Angst hat die Quersumme 5‘ ist Callesens zweiter Roman und erschien im Herbst 2013 im Wiesenburg Verlag. Anna Svendheim ist erfolgreiche Reisefotografin. An nahezu jeden entlegenen Winkel der Welt hat es sie schon verschlagen, sie führt ein Leben auf der Überholspur. Nicht stehenbleiben, nicht innehalten. Niemals wäre ihr in den Sinn gekommen, dass diese Fassade selbstbestimmter Lebensführung einmal bröckeln, ja gar tiefe Risse offenbaren könnte. Als sie jedoch allein auf eine Insel am Meer fährt, um dort Fotos zu machen, beginnt plötzlich die Welt aus den Fugen zu geraten. Unter ihren Füßen zu schwanken. Plötzlich hatte etwas unter ihr geschwankt, vielleicht war es der Boden, vielleicht die Selbstverständlichkeit, auf der sie bis dahin ihre …

Die Poesie der Gyde Callesen

An dieser Stelle ein ungewöhnlicher Artikel. Ungewöhnlich insofern als er den üblichen strukturellen Rahmen einer Rezension sprengt und eher als Tipp zwischendrin daherkommt. Das hängt einerseits damit zusammen, dass meine Lektüre schon einige Jahre zurückliegt, andererseits aber auch mit der Tatsache, dass ich mich im Falle Gyde Callesens nicht nur auf ein einziges Werk beschränken will. Gyde Callesen, geboren 1975 in Flensburg, ist eine deutsche Autorin, deren Poesie und Wortgewalt beeindruckend, deren literarische und metaphorische Feinfühligkeit sehr besonders ist. Seit 2000 arbeitet Gyde Callesen als freie Schriftstellerin. Im Besonderen möchte ich mich mit zwei ihrer Werke beschäftigen – Maya mein Mädchen, erschienen 2003 und Käfer sind ungerade, erschienen 2006. Maya mein Mädchen erzählt fast schmerzhaft intensiv von der Identitätssuche und Vergangenheitsbewältigung einer jungen Frau. Sie ist Künstlerin und bemerkt mit wachsendem Alter immer mehr, wie sehr sich ihre Wahrnehmung und ihr Empfinden von dem anderer unterscheidet. Sie scheint viel intensiver wahrzunehmen, scheint Schwierigkeiten zu haben, sich als Mensch und Individuum in den großen Zusammenhang einzuordnen. Sie ist sich fremd, rinnt sich selbst immer wieder wie …