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Bitte übernehmen Sie, Florian Wacker!

Foto: www.mairisch.de, Melina Mörsdorf Das Schreiben begann für mich.. … als ich mit 9 oder 10 Jahren den Letzten Mohikaner abzutippen begann… Ein Buch muss.. … gut riechen (unter anderem). Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich.. … gärtnern, angeln, schreinern, löten, betonieren, lackieren, fräsen, schaufeln. Ein Kindheitstraum von mir war.. … den Letzten Mohikaner abzutippen. Wenn ich nicht schlafen kann,.. … trage ich meine Tochter durch die Wohnung. Völlig unterschätzt wird.. … der SC Paderborn, Kartoffelsuppe und – zuweilen noch – die Kurzgeschichte. Wenn ich Musik höre,.. … wird es oft laut und heftig und ich frage mich dann manchmal, ob ich mit Bach oder softer Elektromugge doch besser fahren würde. Ich erfülle folgendes charmantes Autorenklischee: Ich habe minimal drei Notizbücher und speichere meine Daten mehrfach auf externe Speichermedien (aber niemals in einer Cloud). Eine meiner seltsamsten Angewohnheiten ist es,.. … beim Schreiben leise mitzusprechen. Literatur kann .. …alles und muss nichts. Florian Wacker, *1980 in Stuttgart, lebt in Frankfurt am Main. Ausbildung zum Heilerziehungspfleger, Studium der Heilpädagogik und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. …

Florian Wacker – Albuquerque

Wer bisher der Meinung war, die Literatur beschäftige sich viel zu wenig mit den Rändern der Gesellschaft, der wird von Florian Wackers Erzähldebüt angetan sein! Der Frankfurter Autor präsentiert in ,Albuqurque’ Momentaufnahmen der Veränderung und des Aussteigens aus der Alltäglichkeit. Das Besondere dabei sind fraglos die Protagonisten. Sie sind die Terpentinen-Task-Force, gewissermaßen das A-Team der Berge und halten die schmalen Straßen frei von Hindernissen, bis einer ihrer Freunde spurlos verschwindet. Sie sind illegale Einwanderer bei der Arbeit, haltlos und aussichtslos in einem Leben, das ihnen mal als das bessere erschienen ist. Sie sind ehemalige Leistungssportler mit kaputter Hüfte, versteckt in den Vereinigten Staaten. Sie sind Transsexuelle, die mal Muffe und mal Petra heißen. Dieser Erzählband vereint in seinen literarischen Miniaturen viele Charaktere, von denen so in der Literatur wahrscheinlich noch nicht allzu viel zu lesen war. Sie sind im besten Sinne gewöhnlich, nicht eine Spur geheimnisvoll oder gar heldenhaft. Die Menschen in ,Albuquerque’ könnten des Lesers Nachbarn und Freunde sein, deren Leben sich aus ganz unterschiedlichen Gründen am Rande eines Umbruchs befinden. Bunge hörte Musik, …