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Evelyn Waugh – Lust und Laster

Das Leben ist eine niemals endende Party und überhaupt ein Umstand, der nur durch den permanenten Rausch ertragen werden kann. Würde man mit Evelyn Waughs ursprünglich 1930 erschienenen, glänzenden Satire auf die entfesselte Partygesellschaft der Roaring Twenties ein Trinkspiel veranstalten, man könnte innerhalb kürzester Zeit so betrunken sein wie ihre Protagonisten. “Schätzchen, lass uns noch einen Drink nehmen”, ist der mutmaßlich am häufigsten gesprochene Satz in Evelyn Waughs ,Lust und Laster’, das im Frühjahr in einer Neuübersetzung von pociao erschienen ist. Im Mittelpunkt der Feierwütigen steht Adam Fenwick-Symes, ein junger Schriftsteller, dessen fertiges Manuskript bei einer Einreise nach England als pornographisch konfisziert und vernichtet wird. Nicht nur sein mögliches Ticket zu Ruhm und Reichtum geht damit in Flammen auf, auch seiner losen Hochzeitsabsicht mit Nina können nun keine Taten mehr folgen. Schließlich heiratet Nina nur Männer mit Geld. So gern sie heiraten würde – um des Heiratens willen -, da hat sie ihre Prinzipien, die durch keinen Liebhaber dieser Welt gebrochen werden können. Es beginnt ein höchst amüsantes Spiel, bei dem Adam durch aberwitzige Situationen …