Alle Artikel mit dem Schlagwort: Eichborn

Wortreiche Geschenke

Das Weihnachtsfest naht schnellen und festen Schritts. Und wieder einmal stellt sich jeder von uns die bange Frage nach dem passenden Weihnachtsgeschenk. Trotzdem immer wieder hartnäckig der Niedergang des Lesens, des gedruckten Buches insgesamt, prophezeit wird, landen jedes Jahr eine Menge literarische Geschenke unter den heimischen Weihnachtsbäumen. Allen Unkenrufen zum Trotz verschenken wir immernoch Eintrittskarten in fremde Welten, Passierscheine für die Brücken, die aus dem Alltag hinausführen und uns andere Perspektiven eröffnen. Dennoch alljährlich dieselbe Frage: Welche Bücher verschenken? Bei rund 90.000 Neuerscheinungen jedes Jahr fällt die Entscheidung nicht leicht – und da sind noch nicht einmal die zahlreichen Klassiker eingerechnet, die bereits seit Jahrzehnten beliebt und begehrt sind. Von mir nun ein kleiner Überblick schenkenswerter Werke, von humorvoll bis tragisch, von unterhaltsam bis literarisch. Was Weihnachten unter der nadelnden Nordmanntanne liegen darf, kann, muss oder sollte. Der Einfachheit halber in Kategorien eingeteilt. Geschichte Bücher, die sich historischen Gegebenheiten widmen oder ihre Erzählung bewusst in einer bereits vergangenen Epoche ansiedeln, gibt es viele. Ich habe drei verschiedene zusammengetragen, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise …

Timur Vermes – Er ist wieder da

Timur Vermes ist ein deutscher Autor und Journalist. Er studierte Geschichte und Politik und schrieb für die “Abendzeitung” und den “Kölner Express” sowie einige andere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher. Es ist wahrlich keine neue Idee, die Herr Vermes mit diesem Buch vorlegt. Witze über Hitler und den Nationalsozialismus erfreuen sich nicht erst seit Chaplins “Der große Diktator” großer Beliebtheit. Auch Walter Moers muss in diesem Zusammenhang genannt werden, der mit seinen Adolf Comics den meisten vermutlich noch im Gedächtnis ist. Nicht wenige Filme verulken den Führer, zuletzt denke ich da an Helge Schneider. Es nimmt dem Unbegreiflichen, aber dennoch Omnipräsenten in unserer Gesellschaft den Schrecken und die Ernsthaftigkeit. Freilich kann man sich darüber streiten, ob man darüber Witze machen sollte – gemeinhin gilt ja bekanntlich seit Tucholsky: Satire darf alles. Und so darf auch Timur Vermes Adolf Hitler im Sommer 2011 mitten in Berlin erwachen lassen. Warum und wie es eigentlich dazu kam, bleibt bis zum Schluss unegklärt und ist vielleicht für das Lesevergnügen auch eher zweitrangig. Selbstverständlich weiß der …