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Doris Dörrie – Diebe und Vampire

Alice ist jung und in einer nicht näher definierten Beziehung zu einem arrivierten Dermatologen. Was sie mit ihm will und er mit ihr, ist unklar; auch für die beiden. Vielleicht sucht sie etwas zum Festhalten und er etwas zum Repräsentieren. Als das ungleiche Paar in Mexiko Urlaub macht, lernt Alice eine Frau kennen, die sie seitdem nur ,Die Meisterin’ nennt. Eine Frau, die genau das ist, was Alice gern wäre. Unter der drückenden Hitze Mexikos urlauben Alice und ihr väterlicher Doktorenliebhaber, den sie dem Leser nur als Pe vorstellt, zwar gemeinsam; aber nicht etwa in leidenschaftlicher Umschlingung, sondern eher in fast zufälliger Beiläufigkeit. Die beiden passen nicht zusammen. Äußerlich nicht und in ihren Lebensentwürfen schon gar nicht. Pe ist erfolgreicher Dermatologe, war bereits verheiratet und hat Kinder, Alice ist jung und studiert sich etwas orientierungslos durch den linguistischen Fachbereich ihrer Universität. Irgendetwas aber hat sie zusammentreffen lassen und der ältere Liebhaber gibt nicht nur gern Kostproben seines Luxuslebens, Alice nimmt sie, wenn auch mit schlechtem Gewissen, ebenso gern an. Ihr geheimer Traum: Schriftstellerin zu werden. …