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Wolfgang Popp – Die Verschwundenen

Auch wenn wir uns manchmal dessen gar nicht bewusst sind: Jeden Tag verschwinden Menschen aus unserem Fokus, die wir einmal kannten. Manche gut, andere nur flüchtig, in ganz verschiedenen Kontexten. Wenn wir manche davon wiedertreffen, ist Vieles ganz anders geworden, haben sich Leben und Prioritäten plötzlich verschoben. Was früher einmal passte, kann heute Reibung verursachen. Wolfgang Popp erzählt gekonnt von Wiederbegegnung und Verlusten und strickt dabei ein Netz, das über die Grenzen der einzelnen Geschichten hinaus wirkt. Keiner tauscht sich so offen aus, bemerkte ich erstaunt, wie zwei Fremde im Schutz ihrer Fremdheit. Ein Hotelkritiker trifft in Neapel auf einen ehemaligen Lehrer, der damals überraschend und plötzlich gekündigt hatte und aus der Stadt verschwunden war. Ein sterbender Jugendfreund bittet den anderen nach Jahren der Funkstille seine Notizen in Buchform zu gießen und zu veröffentlichen. Nicht Eulen nach Athen, sondern das Foto eines vermeintlich ausgestorbenen Käuzchens wollen zwei alte Freunde aus Griechenland heraustragen, um ein hohes Preisgeld einzustreichen. Ein Mann entscheidet sich mit seinem Liebhaber für eine Expedition zu den südamerikanischen Pequod und wird über die …