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Anthony Horowitz – Der Fall Moriarty

Dass Anthony Horowitz eine Leidenschaft für den conan doyleschen Meisterdetektiv hat, steht bereits seit ,Das Geheimnis des weißen Bandes‘ fest. Ihm ist es gelungen, die Stimmung eines alten Sherlock Holmes Falls zurückzuholen und ihn dennoch mit einer zeitgemäßen Modernität zu verbinden. Mit seinem neuen Roman ,Der Fall Moriarty’ wagt er sich wieder aufs viktorianische Parkett und entwickelt erneut einen packenden Kriminalfall. Mit Abstrichen. Was geschah an den Reichenbachfällen? Eine Frage, über die in fachkundigen Kreisen wie im Literarischen immer mal wieder debattiert wird. Ursprünglich mit dem Zweck, Sherlock Holmes ein für alle Mal sterben zu lassen, entwickelte Arthur Conan Doyle diese Szene. Holmes und sein Erzfeind Professor Moriarty ringen an Schweizer Gewässern um Leben und Tod, schließlich stürzen beide hinab. Conan Doyle muss erleichtert gewesen sein, sich schlussendlich einer Figur entledigt zu haben, die bereits ein Eigenleben zu entwickeln schien. Doch er hatte die Rechnung ohne zahlreiche Verehrer und Bewunderer gemacht, die den vermeintlich realen Menschen entweder betrauerten oder das Ende der fiktiven Geschichten lautstark monierten. Sherlock Holmes war eine Auferstehung beschieden (“Das leere Haus”), …