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John Williams – Butcher’s Crossing

Nach einer eher gemächlichen Lebens – und Leidensgeschichte rund um einen Uniprofessor kann der neue Roman von John Williams – erstmals erschienen übrigens 1960 – mit Fug und Recht als das ganze Gegenteil bezeichnet werden. Es geht um harte Männer, erbarmungslose Naturgewalten und das nahezu manische Abschlachten von Vieh zur eigenen Bereicherung. Ist es trotzdem spannend? Und wie! William Andrews ist jung und auf der Suche. Als Harvardstudent ist er leidlich vertraut mit den Lebensentwürfen und Ideen der Stadtbevölkerung, ihn zieht es, frei nach Ralph Waldo Emerson, mehr in die Natur, ins weite Land. Dorthin, wo der einzelne Mensch nicht mehr beständig um sich selbst kreist; dorthin, wo er sich entweder völlig verliert, weil er bedeutungslos wird oder endlich findet, weil er nicht mehr ständig abgelenkt ist. Es ist um 1870, als Andrews in Butcher’s Crossing eintrifft. Es ist eine kleine Gemeinde, die vom Fellhandel lebt und davon abgesehen nicht viel mehr als einen spärlich beleuchteten Pub und einige Absteigen zu bieten hat. Seit einigen Jahren schon werden die Büffelherden immer kleiner, die Jagderfolge immer …