Alle Artikel mit dem Schlagwort: blanvalet

Buchblogging und seine Tücken

Anlässlich der Rezensionsrichtlinien, die künftig bei Blanvalet, Limes und Penhaligon erfüllt werden müssen (hier nachzulesen bei Lesekreis.org), entspinnen sich innerhalb der Bloggerszene hitzige Diskussionen. Hier und da fühlt man sich bevormundet, eingespannt als Werbeinstrument, gar in seiner Freiheit beschnitten, einen Text in bestimmter Art und Weise zu strukturieren. Ich muss persönlich sagen, dass mich diese Debatten doch überraschen. Da schreiben User sowas wie ‘Ich würde hier aus Prinzip trotzig reagieren‘ oder ‘Ich bespreche ja zum Glück keine Rezensionsexemplare mehr, aber hätte man mir damals solche Regeln zugeschickt, ich hätte von dem Verlag kein einziges Buch mehr besprochen‘. Warum diese Entrüstung? Weshalb diese Neigung dazu, sich durch alles gemaßregelt zu fühlen, was bestimmte Verhaltensrichtlinien nahelegt? Liest man nur die Reaktionen einzelner Blogger, könnte man meinen, hier sei jedes Wort vorgeschrieben, ja, das Fazit bereits vorweggenommen worden, stattdessen geht es um bestimmte inhaltliche Erfordernisse an eine Rezension, die vollkommen selbstverständlich sind. Buchblogs schießen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden. Schwer zu sagen, wie viele es bereits im Web gibt, die privat, neben Schule oder …

Alan Bradley – Flavia de Luce, Mord im Gurkenbeet

Alan Bradley ist ein kanadischer Autor. Nach einer Ausbildung zum Elektrotechniker arbeitete er für verschiedene Radio – und Fernsehstationen, bis er sich 1994 dazu entschloss, seine Zeit gänzlich dem Schreiben zu widmen. Der hier besprochene Debütroman der Flavia de Luce-Reihe wurde mit dem Dagger Award, der bekanntesten Auszeichnung Großbritanniens für Kriminalliteratur, ausgezeichnet. Insgesamt erhielt Der Mord im Gurkenbeet (Im Englischen The Sweetness at The Bottom of The Pie) vier verschiedene Auszeichnungen. Flavia ist, bei Licht und auch in Dunkelheit betrachtet, eine ziemlich seltsame Elfjährige. Ihre Leidenschaft gilt der Chemie, ihr Herz hängt an der Giftmischerei. Hin und wieder experimentiert sie mit extrahierten Stoffen, wobei ihre Schwestern Ophelia oder Daphne unwissentlich als Versuchskaninchen herhalten müssen. Ihre Mutter ist vor langer Zeit gestorben und sie bewohnt mit ihrem Vater, dem nervenschwachen Dogger, der die Karriereleiter vom Butler zum Chauffeur und wieder rückwärts erklommen hat, das Anwesen Buckshaw. Alles geht seinen gewohnten Gang, Flavias Vater sammelt Briefmarken, die eigenwillige Haushälterin Mrs. Mullet backt ihren ungenießbaren Schmandkuchen. Bis Flavia eines Morgens eine Leiche im Gurkenbeet entdeckt und ihr Vater …