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Annika Reich – Die Nächte auf ihrer Seite

Wäre einem der Auftrag erteilt worden, diesem Roman von Annika Reich ein Motto voranzustellen, müsste es lauten: ,Alles ist unzulänglich’. Die Liebe, die Familie, Gesellschaften, das Leben im Allgemeinen und Besonderen. So sehr wir uns bemühen, unseren Platz zu finden, unsere Rollen auszufüllen, irgendetwas wird immer diesen leisen Misston erzeugen, den man nicht überhören kann. Ada und Farid leben getrennt. Was sie noch verbindet, ist ihre Tochter Fanny, die abwechselnd mal bei dem einen und mal bei dem anderen zu Besuch ist. Was als eine leidenschaftliche und stürmische Liebe begonnen hat, ist merklich abgekühlt, immer öfter geraten die beiden über Kleinigkeiten in Streit. Adas Wohnung liegt direkt gegenüber eines Yogazentrums und der Praxis eines Paartherapeuten. Durch den Innenhof laufen täglich Paare, die hoffen, etwas Verlorengeglaubtes mit fremder Hilfe zu retten, Zerbrochenes wieder zu kitten. In ihrem Wohnzimmer hat Ada eine Kamera platziert, die das stetige Kommen und Gehen aufzeichnet. Skurril, alltäglich, haltlos, verzweifelt – die Bandbreite menschlicher Begegnungen und Beziehungen im Innenhof ist enorm. Diese ,Reigen’, wie Annika Reich sie nennt, ziehen sich wie ein …

Bitte übernehmen Sie, Annika Reich!

© Peter Hassiepen Das Schreiben begann für mich… ..mittendrin. Ein Buch muss… ..mich mit seiner Sprache über den Rand meiner Welt hinaus treiben, auch wenn das ein bisschen prätentiös klingt. Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich… ..auch kein Blut sehen. Ein Kindheitstraum von mir war… ..einen Kostümspeicher zu haben, der so riesig und prall gefüllt ist, dass ich mich bis zum Ende meines Lebens jeden Tag anders verkleiden könnte. Wenn ich nicht schlafen kann,… dann wäre ich nicht ich. (Der Satz passt so wenig zu mir, dass ich ihn nicht mal grammatikalisch in den Griff bekomme.) Ich schlafe immer und überall, am liebsten neun Stunden plus Mittagschlaf. Völlig unterschätzt wird… ..Majoran und Maria. Wenn ich Musik höre, dann… ..werde ich sentimental oder denke an Matrix. Vor allem bei Klavierkonzerten oder Arien werde ich zu Neo und bin dementsprechend überzeugt, mein Potential nur noch nicht aktiviert zu haben. Bisher treffe ich leider weder Taste noch Ton, aber, wie gesagt: bisher … Ich erfülle folgendes charmantes Autorenklischee: Ich habe so einen schlechten Orientierungssinn, dass mich …