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Verlosung: “Der verlorene Sohn” im Kino.

Im letzten Jahr habe ich Garrard Conleys autobiographischen Bericht Boy Erased gelesen, nun kommt die Verfilmung unter dem eingedeutschten Titel Der verlorene Sohn mit Nicole Kidman, Russell Crowe und Lucas Hedges in den Hauptrollen in die Kinos.

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Conley schildert in Boy Erased den Weg von seinem Coming Out hin zu einer sogenannten “Konversionstherapie”, die von dem Gedanken getragen ist, Homosexualität sei eine heilbare Krankheit, vergleichbar etwa mit einer Alkoholabhängigkeit. Wer das will, kann davon ablassen, kann sich entscheiden. Aber er muss alles dafür aufgeben, was ihn ausmacht. Conleys Buch gehörte zu den berührendsten und beklemmendsten, die ich im letzten Jahr gelesen habe. Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, nicht nur zwei Mal das Buch, sondern auch je zwei Freikarten für die Verfilmung zu verlosen, die am 21. Februar in deutschen Kinos anläuft.

Im letzten Jahr habe ich geschrieben: “Boy Erased ist nicht nur der eindrucksvolle, berührende Weg Conleys zu sich selbst, es ist auch ein erschütterndes Dokument menschlicher Verblendung und Gewalt. Was die Teilnehmer*innen dieser Konversionstherapien vor dem Hintergrund “christlicher Nächstenliebe” durchleiden müssen, braucht eine breitere Kenntnisnahme der Öffentlichkeit.” Dieser Film kann und wird hoffentlich einen Beitrag dazu leisten, dass diese Form der “Behandlung” unter Strafe gestellt wird.

Copyright: Universal Pictures
Copyright: Universal Pictures

Garrard Conley sagt selbst zum Film: Ich hoffe, dass der Film DER VERLORENE SOHN das Anliegen meiner Memoiren fortführt, indem wir meine Geschichte erzählen möchten, wir uns mit denen solidarisch erklären, die ebenfalls diese Art von Gesprächstherapie erlebt haben. Aber ebenso wichtig ist es, uns mit diesem Projekt die Frage zu stellen, wie diese Art von Bigotterie von Menschen aufrechterhalten werden kann, die sich im Grunde gegenseitig lieben. Wir hoffen, den Zuschauern die Umstände verständlich zu machen und dadurch begreifen zu lassen, dass für diese Art von sozialer Ungerechtigkeit nicht immer Monster verantwortlich sind, sondern Menschen, die uns nahestehen, tragische Figuren, deren Würde oft hinter ihrem Handeln zurückbleibt.

Aktuell gibt es in 36 Bundesstaaten noch immer keine Gesetze gegen die Konversionstherapie. Und auch in Deutschland ist die Diskussion keineswegs beendet. 2017 schrieb der Tagesspiegel, die Bundesregierung wolle “Therapien” dieser Art, vor allem von evangelikalen Vereinen angeboten, nicht verbieten. Grund sei u.a. ein vermeintliches Zuständigkeitsproblem, das die Gestaltung der Berufsordnung den Ärztekammern überlasse. Das Investigativmagazin Panorama begab sich 2014 in die Gefilde der deutschen Gesellschaft, in denen Homosexualität als Krankheit gehandhabt wird. Hier kann man sich den Beitrag noch ansehen.

Wenn ihr selbst Lust habt, euch den Film anzusehen und das Buch zu gewinnen, schreibt mir gern bis zum 15.02.2019 einen Kommentar unter diesen Beitrag. Ich lose unter allen Kommentator*innen aus und lasse euch dann Buch und zwei Kinogutscheine zukommen.

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23 Kommentare

  1. Avatar
    Konstantin Falk sagt

    Na, da schreibe ich mal einen Kommentar. 😉

    Sicher ein wichtiges Thema, wichtiges Buch, wichtiger Film.

  2. Avatar
    D.Thon sagt

    Toller Beitrag. Ich war bereits vom Trailer zutiefst beeindruckt, wenngleich auch erschrocken. Tragisch ist vor allem, dass der Film, beziehungsweise diese Geschichte, immer noch aktuell ist. Eine Therapie gegen Liebe… unfassbar.

  3. Avatar

    Toll, dass du sowohl Buch als auch Kinokarten verlost, da kann man direkt beides miteinander vergleichen. Ich freue mich, dass mal wieder mal ein bedeutender Film in die Kinos kommt und vielleicht damit auch damit einhergehend etwas Sensibilisierung schafft.

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    Sandra Miehlbradt sagt

    Das klingt nach einer spannenden Lektüre und ein direkter Vergleich zur filmischen Umsetzung auch gleich möglich. Vlt. Hab ich ja Glück.

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    Stefanie sagt

    Ich habe es schon so oft in unserem tollen Kiezbuchladen in der Hand gehabt und würde es sehr sehr gerne lesen 🙂

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    Angie sagt

    Das Buch ist leider an mir vorbei gegangen, aber ich finde Secession macht immer tolle Bücher – ich würde mich freuen es lesen zu können und den Film zu sehen!

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    Andreas Storm sagt

    Hi, das Buch hatte ich gerade heute in der Hand und dachte – das wäre doch was. Viele Grüsse
    Andreas

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    Marcel sagt

    Das Buch steht schon lange auf meiner Wunschliste und bevor ich es nicht gelesen habe, kann ich keinesfalls den Filmen schauen! Vielleicht habe ich ja Glück ☺️

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    Peter Huber sagt

    Gute Sache! Das Thema ist für die USA sicherlich aktuell. Hoffentlich findet das Buch genug Leser und der Film viele Zuschauer!

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    thomy sagt

    Film hat ja überragende Kritiken. Würde ich gern sehen..und hinterher das Buch lesen..Vorlage ist meist besser..

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    Esther S. sagt

    Liebe Chris,

    ich würde mich sehr freuen das Buch und die Tickets zu gewinnen. Der Film klingt richtig spannend. Und ich vergleiche immer so gerne Buch und Film. Beim Lesen kommen nochmal ganz andere Assoziationen, finde ich.

    Liebe Grüße aus Freiburg
    Esther

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    Peter Herold sagt

    Ich würde das Buch gerne lesen. Als aktives Mitglied der LGBT Community finde ich sehr wichtig, Aufmerksamkeit für dieses Thema zu schaffen. Insbesondere in Amerika ist der Zwang der Religion sehr stark, viel stärker als wir das uns in Europa vorstellen. Wir hatten letztes Jahr den Film “The Miseducation of Cameron Post“ zum selben Thema gesehen.

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    Felix Alt sagt

    Bin gespannt wie das Thema hier ankommt. Aber seit Trump ist ja alles aus den USA irgendwie schräg

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    Ein wichtiger Film um sich kritisch mit solchen “Heilungs”-Methoden auseinanderzusetzen und die Selbsbestimmung jedes Individuums zu fördern.

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    Claudia sagt

    Den Trailer hatte ich schon im Kino gesehen und war geschockt von den krassen Umerziehungsmethoden. Es ist unglaublich was Menschen alles angetan wird nur weil sie nicht der Norm entsprechen. Der Film regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

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