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Yorck Kronenberg – Tage der Nacht

Seit einem Einbruch in sein Haus ist Anton, ein pensionierter Literaturwissenschaftler, aus dem Takt geraten. Zwar sind weder seine Frau noch er ernstlich zu Schaden gekommen, doch dieser harte Einschnitt in seine alltägliche Routine hat Geister der Vergangenheit geweckt. In einem unheimlich dynamischen Erzählfluss überlagert Yorck Kronenberg Vergangenheit und Gegenwart, die gelegentlich fast nahtlos ineinander übergehen. Es ist eine packende Geschichte über das Suchen und Finden von Halt und Geborgenheit. Anton schläft schlecht, seit mehrere Maskierte in sein Haus eingedrungen sind. Ständig ist er müde und voller Sorge, eigenartig abwesend und melancholisch. Während er spärlich bekleidet mit einem Messer am Hals auf einem Stuhl festgehalten wurde, führte einer der Einbrecher  seine Frau aus dem Zimmer. Und trotzdem keiner von beiden verletzt ist, hat dieser Einbruch, der nicht nur ein Eindringen in sein Haus, sondern vor allem in sein bis dato wohlgeordnetes Leben bedeutet, tiefe Spuren in ihm hinterlassen. Selbst nach Wochen spürt er das Gefühl der Ohnmacht, Hilflosigkeit und Schuld. Immer wieder muss seine Frau ihm versichern, dass er nicht anders hätte handeln können, ohne …