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Kathrin Weßling im Interview!

© Yelda Yilmaz Gerade ist Kathrin Weßlings neuer Erzählband ,Morgen ist es vorbei‚ erschienen. Es geht um Liebe und was sie aus uns macht, wenn sie uns verlässt. Mit Kathrin habe ich über Liebeskummer gesprochen, über die Liebesfähigkeit unserer Generation und wer denn eigentlich so richtig fantastisch über Liebe schreiben kann. Kathrin, was tust Du denn gegen Liebeskummer? Das kommt wirklich sehr auf den Liebeskummer an. Manchmal fast gar nichts, weil es okay ist, wie und dass er da ist. Mit den Jahren habe ich jedoch herausgefunden, dass Sport und ein sehr regelmäßiger Lebensrhythmus sehr hilfreich sind. Aber seien wir mal ehrlich: Am Ende hilft doch gar nichts so richtig. Nur Zeit und Geduld mit sich. Was bedeutet Liebe für Dich? Oha. Ich glaube, das kann ich nicht so beantworten. Da bräuchte ich wohl eher 8163548 Seiten. Aber in erster Linie bedeutet sie (extrem kurz gefasst) für mich Freiheit. Wie schreibt man am besten über Liebe? Kann man überhaupt „gut“ darüber schreiben? Am Ende schreibt man ja doch immer nur über sich selber. Und über …

Kathrin Wessling – Morgen ist es vorbei

Liebe kann so schön sein; erfüllend, neu, prickelnd und wunderbar. Muss sie aber nicht. Sie kann auch ein ziemlich destruktives Arschloch sein. Sie kann mutieren – in Besitzanspruch, in Macht und Übergriffigkeit. Wir können oft nicht mit ihr, aber noch viel öfter nicht ohne sie. Kathrin Weßling erzählt in ihren Geschichten vom Pathos des Verlassenen und Verschmähten, von Selbstzerstörung und von dem Versuch, etwas halten zu wollen, das längst verloren ist. Wie oft hab ich dann mein krankes Herz mit Alkohol betäubt Liebeskummer ist so ein Wort, ich weiß nicht mehr wie man’s schreibt (Rainald Grebe – Mann ohne Gefühle) Wie man Liebeskummer schreibt, ist vielleicht auch zweitrangig, wenn man so einfühlsam über ihn schreiben kann wie Kathrin Weßling. Die Verlassenen, Verlorenen und Verschmähten taumeln allein durch beleuchtete Großstadtstraßen, sie tanzen sich auf gefährlich erhitzten Tanzflächen ihre geschundenen Seelen aus dem Leib, sie trinken bis zur Besinnungslosigkeit. Sie schreien, sie kotzen, sie toben, sie wollen alles zerstören und zerstören doch nur sich selbst dabei. Fraglos muss man einen gewissen Hang zum Pathos und zur großen …