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Marc Degens – Fuckin‘ Sushi

Viele Jugendliche träumen von einer eigenen Band, von rasanten Gitarrensoli und entfesselten Tourneen, von einem Rockstarleben und kreischenden Fans. René und Niels machen diesen Traum wahr, zuerst als zweiköpfige Straßenband vor dem Heino-Café in Bad Münstereifel, dann drei – und vierköpfig als Fuckin Sushi in angesagten Diskotheken in Bonn. Marc Degens belebt auf mitreißende Art in seinem Roman einen Jugendtraum mit heimeligem Flair, „Abrentnern“ zwischen Sommerferien und Oma Frese. Den Bass bekam Niels von Oma Frese und bevor er René kennenlernt, klimpert er gelegentlich damit herum, ohne ernstzunehmende Ambitionen zu hegen. Nach ihrem Zusammentreffen sind sie R@ & Niels, fordern das Abrentnern – worunter sie die Vorzüge des Alters ohne dessen Nachteile verstehen – und den Weltfrieden. Ihre Musik ist experimentell, in der Fußgängerzone von Bad Münstereifel kommen Trommeln und eine Zither zum Einsatz, gesungen wird aus dem Pornoequipment-Katalog von Renés älterem Bruder Pascal. Ihre Songs sind ausladend, kleine musikalische Erzählstücke, weil Niels sich nur mit Liedern arrangieren kann, die besonders lang sind. Irgendwann hat das angefangen, dass ihn nur mehr Lieder zwischen sieben und …