Alle Artikel mit dem Schlagwort: doris brockmann

Bitte übernehmen Sie, Doris Brockmann!

Das Schreiben begann für mich .. mit heimlich in rote Kladden geschriebenen Internatsgeschichten, in denen immer ein Bernhardiner vorkam. Ein Buch muss .. ein Zimmer sein, in das man sich setzt und Vertrautes erkennt, aber als etwas Anderes. Manchmal entdeckt man auch völlig Neues und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Mindestens ein Mal muss dieses Zimmer die Lesenden zum Lachen bringen. Mindestens. Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich .. versuchen, endlich damit anzufangen. Ein Kindheitstraum von mir war .. Weltmeisterin im Rollschuhlaufen zu werden. Wenn ich nicht schlafen kann .. neige ich zum Grübeln. Um das zu verhindern, male ich mir Bilder zu Geschichten aus. Dann drücke ich mit festem Augenzudrücken schlechte Zweifel weg und warte darauf, dass sich Bilder einstellen, die mich verwundern und kribbelig machen. Völlig unterschätzt wird .. die Bedeutung von Freundlichkeit. Wenn ich Musik höre .. kann ich ganz schön sentimental werden. Noch lieber aber möchte ich sofort lostanzen. Ich erfülle folgendes charmantes Autorenklischee .. „Wir müssen allein und von allen verlassen sein, wenn wir eine Geistesarbeit …

Blogbuster Longlist: „In Bhutan steckt Hut“

Nach Wochen der Lektüre und des Abwägens steht meine Favoritin für den Blogbuster 2017 jetzt abschließend fest. Es war nicht einfach, aber eine besondere Erfahrung und, ganz nebenbei, ein lehrreicher Perspektivwechsel. Ich schicke Doris Brockmanns (@DorisBrockmann) In Bhutan steckt Hut ins Rennen, eine märchenhafte kleine Geschichte von Glück, Hingabe und Standhaftigkeit. Es ist ein bisschen so als sei die Zeit stehengeblieben. Es gibt keine Smartphones, keine Hektik, nur einen kleinen Ort, der sich als eigenständig begreift, obwohl er längst einer größeren Gemeinde angeschlossen worden ist. Und es gibt Rosa, die Putzmacherin.  Eine Frau, die Hüte und Mützen aller Art in hingebungsvoller Handarbeit selbst entwirft und herstellt. Rosa war immer schon ein bisschen besonders, ein bisschen eigen. Sie hat den kleinen Ort nicht Richtung Karriere verlassen, vielmehr hat sie sich einen kleinen Mikrokosmos geschaffen, in dem sie regelmäßig modeinteressierte Fashionistas aus dem urbanen Umland begrüßt, die mit Champagner und Luxuswagen vorfahren. Sie fertigt Hüte nach Maß aus diversen Materialien und ist, manchem Schicksalsschlag zum Trotz, glücklich in einer Welt, die sie nur für ihre Zeit auf …