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Daniel Galera – Flut

Daniel Galera ist ein brasilianischer Autor und Übersetzer. Er gründete gemeinsam mit zwei Freunden den Verlag Livros do Mal, der vorwiegend junge Autoren publiziert. Er übersetzte bereits Bücher von Zadie Smith, David Foster Wallace und Jonathan Safran Foer ins Portugiesische. Mit Flut, seinem vierten Roman und dem ersten, der auf Deutsch erscheint, gelang ihm in Brasilien der große Durchbruch. Mittlerweile gilt er als einer der wichtigsten jungen brasilianischen Autoren. Flut erschien unlängst in der Übersetzung von Nicolai von Schweder-Schreiner im Suhrkamp Verlag. Es ist eine nahezu surreale Szene, mit der Galera diesen poetisch-magischen Roman eröffnet. Ein namenloser Erzähler besucht seinen Vater und findet den, mit einer Waffe hantierend, in seinem Sessel vor, flankiert von seiner Hündin Beta, die ihn viele Jahre seines Lebens treu begleitete. Die Fragen des Erzählers nach der Pistole werden beiseitegeschoben, er komme schon noch zu dem Punkt, an dem dieselbe eine Rolle spiele, erwidert der Vater. Nur Geduld. Zuerst erzählt der von seinem Vater, dem Großvater des Erzählers, den der nie kennenlernen konnte. Eines Tages sei er einfach verschwunden, so jedenfalls …