Alle Artikel mit dem Schlagwort: benedict wells

Bitte übernehmen Sie, Benedict Wells!

© Bogenberger / autorenfotos Das Schreiben begann für mich.. mit dem Beobachten und der Lust, etwas zu erzählen. Ein Buch muss.. mich beim Lesen berühren, damit ich es liebe. Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich.. einpacken. Ein Kindheitstraum von mir war.. Abenteuer zu erleben. Und wie Marty McFly „Johnny Be Goode“ auf der E-Gitarre spielen zu können. Das möchte ich immer noch, aber das hebe ich mir für meine Midlife-Crisis auf. Wenn ich nicht schlafen kann.. höre ich Hörbücher oder räume auf. Völlig unterschätzt wird.. die Serien „Freaks & Geeks“ und „Firefly“. Dankbarkeit. Und ein richtig gutes Sandwich. Wenn ich Musik höre.. gehe ich vermutlich gerade durch die Stadt. Das ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Mir eine Playlists mit alten und neuen Songs zusammenzustellen. Und dann beim Spazieren Musik zu hören und in Gedanken an einem Buch zu arbeiten. Ich erfülle folgendes charmantes Autorenklischee: Bis in den Mittag hinein zu schlafen. (Lustig, dass niemanden interessiert, dass man zuvor bis um sechs Uhr morgens gearbeitet hat, man gilt trotzdem als faul.) Eine meiner seltsamsten Angewohnheiten …

Benedict Wells – Vom Ende der Einsamkeit

Knapp fünf Jahre ist es her, seit Benedict Wells, einer der jüngsten Autoren bei Diogenes, seinen letzten Roman veröffentlicht hat. „Fast genial“ war ein klassisches Roadmovie, ein jugendlicher Selbstfindungstrip mit Hindernissen, ein mitreißender und dynamischer Roman. Es ging ums Erwachsenwerden. Darum, trotz vieler Widrigkeiten zu sich selbst zu finden und dieses zerbrechliche Selbst wenigstens für einen Moment festzuhalten. So ähnlich ergeht es auch den Geschwistern in „Vom Ende der Einsamkeit“. Sie sind eine normale Familie, bis ein Schicksalsschlag von einer Sekunde auf die andere die Karten neu mischt. Auf der Rückfahrt eines Ausflugs verunglücken die Eltern von Jules, Marty und Liz mit dem Auto tödlich. Die Kinder, die während des Unfalls nichtsahnend zuhause warteten, werden nun aufs Internat geschickt. Schon bei der Ankunft werden sie voneinander getrennt. Während Jules, Erzähler der Geschichte und eher introvertiert, von den Mitschülern eher zögerlich in die eigenen Reihen aufgenommen wird, schließen seine älteren Geschwister Freundschaften. Nicht immer die richtigen allerdings. Trotzdem die Trauer um ihre Eltern die drei verbinden müsste, driften sie immer weiter auseinander. Jules, früher geschätzter Klassenclown …