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Bitte übernehmen Sie, Arno Frank!

© Bernd Hartung Das Schreiben begann für mich … mit neun Jahren, als ich eine Fortsetzung von „Krieg der Sterne“ schrieb. Ein Buch muss … mich mit der Geschichte oder der Sprache packen, bestenfalls beides. Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich … mehr journalistische Texte schreiben. Ein Kindheitstraum von mir war … Schriftsteller werden. Wenn ich nicht schlafen kann … stimmt etwas nicht, ich kann immer schlafen. Völlig unterschätzt wird … die Zeit, die Menschen mit „binge watching“ vertrödeln (aber für Bücher haben sie „keine Zeit“). Wenn ich Musik höre … schaffe ich es bestenfalls in eine vollkommene Absence. Ich erfülle folgendes Autorenklischee: Schreibe mit Bleistift in mein schwarzes Notizbuch. Eine meiner seltsamsten Angewohnheiten ist es … gerne Motorrad zu fahren, nicht schnell, aber weit. Literatur kann … Leben retten. Arno Frank, geboren 1971 in Kaiserslautern, ist Publizist und freier Journalist. Er schreibt u.a. für die taz, Die Zeit, Spiegel Online, Dummy, Fluter und den Musikexpress. Er lebt mit seiner Familie in Wiesbaden. Unlängst erschien sein Debütroman So, und jetzt kommst du.

Arno Frank – So, und jetzt kommst du

Manche realen Geschichten verdienen es, zu einem Roman zu werden, weil sie bereits für sich genommen romanhaft genug sind. Man muss wenig an ihnen verändern, eigentlich kaum etwas ausschmücken, man muss nur eine Sprache dafür finden. Was sich im Falle Arno Franks zunächst wie eine absurde Roadnovel liest, ist bittere Realität. Weil Franks Vater in krumme Geschäfte verwickelt ist, gerät er ins Visier der Ermittlungsbehörden und taucht schließlich unter. Mit ihm, so berichtet der Roman, taucht seine Familie inklusive der Kinder und eine Flucht quer durch Europa beginnt. „Jeden Tag“, sagt Arno Franks Vater immer, „steht irgendwo ein Dummer auf.“ Das ist ein Naturgesetz. Und weil das so ist, muss es immer jemanden geben, der von der Dummheit der anderen profitiert. Einen, der gerissen ist, einfallsreich, bis zum Anschlag voll mit Selbstvertrauen und möglichst gewissenlos. Für den jungen Arno ist sein Vater sowas wie ein Magier. Einer, der alles schon irgendwie regelt, auch wenn nie jemand weiß, wie genau er das anstellt. Franks Vater kennt die Schwächen seiner Mitmenschen nur zu gut und er weiß, …