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Bitte übernehmen Sie, Elias Hirschl!

Das Schreiben begann für mich…

in der ersten Klasse Volksschule. Damals hab ich meine erste Geschichte geschrieben. Mit der Zeit wurden die dann immer länger (und hoffentlich auch besser).

Ein Buch muss…

in erster Linie gar nichts. Ein Buch das ich gerne lese muss aber interessant sein und zu irgendetwas auf irgendeine Weise einen neuen Zugang eröffnen. Außer wenn es einfach nur unterhalten soll, dann kann es auch übelster Schrott sein, solange es irgendwie witzig ist.

Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich…

meine Gedanken bei weitem nicht so gut ordnen und würde tendenziell durchdrehen. Allerdings würd ich dann vermutlich mehr Musik machen.

Ein Kindheitstraum von mir war…

Autor zu werden. Aber auch Wissenschaftler, Film-Regisseur und Musiker.

Wenn ich nicht schlafen kann…

mach ich mich vollständig über den Umstand verrückt, dass ich nicht schlafen kann, wodurch ich dann erst recht nicht schlafen kann. Wenn irgendjemand ein wirksames Rezept gegen Schlaflosigkeit hat, soll er/sie sich bei mir melden!

Völlig unterschätzt werden…

Fußnoten! Jede Menge Fußnoten. Und Mathematik.

Wenn ich Musik höre…

fühle ich mich jeh nach Lied an ganz bestimmte Orte zurückversetzt. Außer die Musik ist scheiße, das kann ja auch passieren. Dann drehe ich sie ab oder gehe weg.

Ich erfülle folgendes Autorenklischee:

Ich trinke sehr viel Kaffee beim Schreiben, trage oft schwarz, schlafe sehr lang, sehe oft etwas verwahrlost aus und renne gegen Gegenstände, weil ich vergessen habe wo ich bin.

Eine meiner seltsamsten Angewohnheiten ist es…

Viel zu viele Projekte auf einmal anzufangen, ab irgendeinem Punkt völlig daran zu verzweifeln und dann doch irgendwie irgendwas davon fertig zu kriegen.

Literatur kann…

Lösungen aufweisen, Geschichten erzählen, Probleme aufzeigen, Sehnsüchte erfüllen, Reiseersatz sein, Reisebeschäftigung sein, Reisegrund sein, Lücken füllen, Ersatzdroge sein, Ersatzhandlung sein, erstaunlicherweise die Miete bezahlen, neue Horizonte erschließen und allerhand anderer Dinge, die ebenfalls sehr kitschig klingen aber trotzdem schön sind. Literatur kann natürlich auch furchtbar nerven, hassenswert sein, wütend machen und in vielen Fällen war Literatur sicher ein Mordmotiv. Grundsätzlich bin ich dem Thema gegenüber aber eher positiv eingestellt.

Elias Hirschl, 1994 in Wien geboren, ist Poetry-Slammer, Schriftsteller und Musiker. Österreichischer Meister im Poetry Slam 2014. Slamtexte und Kurzgeschichten erschienen in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien. 2015 debütierte er mit dem Roman »Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss«, ihm folgte 2016 sein zweiter Roman »Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet und alles, was sie mir mitgebracht haben, ist dieses lausige T-Shirt«. 2017 erschien »Hundert schwarze Nähmaschinen«. Elias Hirschl lebt in Wien.

Foto: Gerald von Foris

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