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Bitte übernehmen Sie, Kerstin Preiwuß!

© Jorinde Gersina

Das Schreiben begann für mich…

..als Kind, mit einem Füller, den mir meine Lehrerin für meine Geschichten mit dem Zeugnis übergab. Davor war ich viel für mich gewesen, hatte mir Lieder während etlicher Streifzüge durch das Unterholz ausgedacht. Danach wollte ich schreiben.

Ein Buch muss …

..dauern.

Wenn ich keine Bücher schreiben würde, könnte ich …

Das kann ich mir nicht oder nicht mehr vorstellen.

Ein Kindheitstraum von mir war …

..Meeresforscherin zu werden nach dem Vorbild Jaques Cousteaus. Es gibt das Meereskundemuseum in Stralsund, das habe ich in meiner Kindheit oft besucht und mir dann vorgestellt, wie ich Ozeane durchschwimme.

Wenn ich nicht schlafen kann, …

..gebe ich mich dem Wunschdenken hin oder hänge meinen Erinnerungen nach.

Völlig unterschätzt wird …

..Kitsch.

Wenn ich Musik höre, dann …

..kann ich mich immer in sie zurückziehen.

Ich erfülle folgendes charmantes Autorenklischee:

Ich bleibe häufig einfach stehen und schreibe etwas in mein Notizbuch, egal, ob vor einem Wildschweingehege im Wald oder im Supermarkt.

Eine meiner seltsamsten Angewohnheiten ist es, …

Ich muss immer so sitzen, dass ich in den Raum sehen kann.

Literatur kann ..

..an Unsagbares rühren und es anverwandeln. So wird es zu einem Teil der Welt und der Zeit, die vergeht. Zurück bleiben die Worte dafür und die Möglichkeiten in ihnen.

Kerstin Preiwuß, 1980 in Lübz geboren, lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Leipzig. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Psychologie in Leipzig und Aix-en-Provence, promovierte über deutsch-polnische Städtenamen und ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig, wo sie auch lehrte. 2006 debütierte sie mit dem Gedichtband »Nachricht von neuen Sternen«. 2008 erhielt sie das Hermann-Lenz-Stipendium. Von 2010-2012 war sie Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift Edit. 2012 erschien ihr zweiter Gedichtband »Rede«, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in die Liste der Lyrikempfehlungen des Jahres aufgenommen wurde. Zuletzt erhielt sie den Mondseer Lyrikpreis. Im Juli 2014 erschien ihr Romandebüt »Restwärme« im Berlin Verlag. Mit einem Auszug daraus war sie Teil des diesjährigen Wettlesens im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises.

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