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Literatur auf Tour

,Literatourismus‚ ist ein Wortspiel, das sich vielfach auf diesem Blog wiederfindet. Betreten wir ein Buch, betreten wir eine Welt, die nicht die unsere ist, wir reisen, sind „Touristen“. Was wäre aber, wenn auch die Literatur selbst touren würde? Als Vielleser ist die Fluktuation im heimischen Bücherregal hoch. Viele ziehen ein, werden freudig (und manchmal auch nicht so freudig) gelesen und dann zur Seite gestellt. Manche will man behalten, weil sie besonders beeindruckt haben, andere eigentlich nicht. Genau dieser Gedanke führte letztlich zu folgender Idee:

Einmal im Monat wird ein reisefreudiges Buch in den virtuellen Raum gestellt. Wenn sich mindestens fünf Interessenten dafür finden, kann es seine Tour antreten, von einem zum anderen. Der Erste bekommt es von mir, liest es und leitet es dann an den nächsten weiter, der wieder an den nächsten usw. So kann das Buch durch viele verschiedene Hände und Köpfe wandern, statt in meinem Regal Staub anzusetzen. Das Porto trägt jeder selbst.

Das erfordert natürlich, dass die, die sich für das Buch melden, nicht monatelang für ihre Lektüre brauchen oder es gar einfach selbst behalten, ohne es jemals an jemand anderen weiterzuleiten. Unnötig zu sagen, dass das unfair und nicht im Sinne der Sache wäre; ich sage es trotzdem. Da man aber über Onlinekanäle heuzutage gut miteinander kommunizieren kann, würde ich das sicherlich in Erfahrung bringen und entsprechend reagieren. Überhaupt wäre das erstmal ein Testballon: Funktioniert es oder funktioniert es nicht?

Viel wichtiger aber zunächst:

Was haltet ihr davon? Habt ihr Interesse? Bitte lasst mir doch in den Kommentaren eure Meinung da!

22 Kommentare

  1. Pingback: [Literaturen] Literatur auf Tour - #Bücher | netzlesen.de

  2. Klingt interessant, kommt aber mächtig auf’s Buch an … a.) Darf es denn im Fall des Falles auch ungelesen oder nur angelesen weitergegeben werden. b.) Bei bestimmten Büchern ist die Gefahr riesig, koönnte ich mir vorstellen, dass ich sie entgegen der Spielregel doch behalte. 😉

    • literaturen sagt

      Sicherlich dürfte es auch ungelesen oder angelesen weitergegeben werden. Wenn man merkt, dass es einem nicht gefällt oder die Zeit eben einfach nicht da ist. 😉

        • literaturen sagt

          Jedenfalls vor Ende der Tour. Danach kann man sichja u.U. irgendwie einigen, ob jemand es so sehr mochte, dass es nicht wieder den Heimweg antritt. 😉

          • Liebe Sophie, um das hier zu Ende zu bringen; ich wäre dabei und würde das Buch dann auch wirklich weitergeben. Versprochen!

  3. Franzi sagt

    Ich find das eine Supersache, weil es schade ist, wenn Bücher nur einmal gelesen werden. Bücher sollen möglichst durch viele Hände gehen und viele Menschen erfreuen und kein einsames Dasein in Bücherschränken fristen 🙂 ausserdem finde ich es spannend zu hören, was andere über Bücher, die ich gelesen habe, denken.
    wenn mir das Buch zusagt, wäre ich gern dabei!

  4. Claudia sagt

    Voll gut, weil du ja auch immer an brandaktuelle Bücher rankommst, im Gegensatz zu mir.
    Je nach Buch und Leselage wäre ich dabei!

  5. Pingback: [LiteraTour] Der Vorhang fällt… | Zeilensprünge

  6. Liebe Sophie,
    das ist ne Super-Idee, aber es braucht dafür sehr disziplinierte Leser – damit ein Buch nicht ewig braucht, bis es weiter reisen kann. Da bin ich leider nicht der Richtige für, meine Leserei ist sehr spontan und ich höre auch zwischendurch mal mit einem Buch auf, lese ein anderes, um dann die erste Lektüre fortzusetzen. Also: prima Idee, aber leider nichts für mich.
    Liebe Grüsse
    Kai

  7. Das ist glaube ich, nichts für mich, da ich auch eine bin, die sich von Büchern nicht mehr so gerne trennt und die deshalb auch nur ganz ganz selten eine Bücherei benützt.
    Aber die Idee ist spannend und die Resultate werde ich sicher gerne im Blog verfolgen.
    Eine Wiener Bloggerin, die zufälligerweise ganz in meiner Nähe wohnt, machte das einmal vor Jahren. Sie hat auch das Buch wieder zurückbekommen. Nur waren nachher Eselsohren drinnen, die sie dann ganz empört im Blog veröffentlichte.
    Ich warne also vor den möichen Folgeerscheinungen. Eine Krimiautorin, die einmal eines ihrer Bücher auf Lesereise schickte, hat es nicht mehr zurückbekommen und war dann ebenfalls sehr empört!

    • literaturen sagt

      Ich würde natürlich nichts auf Reisen schicken, was mir so viel bedeutet und was ich hier unbedingt behalten will. Das bleibt, wo es steht. 😉 Geht mir eher darum, viele Bücher loszuwerden und rumzuschicken, die ich auch mal zu Besprechungszwecken bekommen habe und die noch andere interessieren könnten, denn sie zu verkaufen, ist in diesem Falle ja nicht nur keine Option, sondern auch verboten.

  8. Hallo Sophie,

    ich finde das Projekt auch sehr spannend und musste gerade mit Bedauern lesen, dass eine Bloggerkollegin leider nicht viel Erfolg damit hatte. Ich hoffe, dir ist hiermit mehr Glück gegönnt! Ich habe schon ein paar Bilder zu solchen Wanderbüchern gesehen und fand die dazugehörigen Berichte bisher immer sehr spannend zu lesen. Abhängig vom Buch bin ich auch gerne mal dabei und gelobe Zuverlässigkeit.

    • literaturen sagt

      Für mich wären die Berichte allerdings kein Muss. Klar, wenn jemand einen Blog hat und irgendwas zum reisenden Buch sagen möchte, gern, aber Not tut es nicht. 😉
      Freut mich, dass du Interesse hättest.

    • Ich finde es auch für eine gute Idee, wollte nur ein paar diesbezügliche Erfahrungen weitergeben. Ein Buch ist schließlich ein Buch und sollte geteilt werden, wie schon weiter oben steht und was das Loswerden betrifft, da gäbe es noch die Bücherschränke, da habe ich mir schon einige tolle Leseexemplare herausgezogen und dann bin ich vor kurzem an einer Wiener Buchhandlung vorbeigegangen, die reihenweise Bücher, um ein bis vier Euro verkaufte.
      Es waren alles Leseexemplare mit dem entsprechenden Aufdruck.
      Auf meinen Hinweis, daß das eigentlich nicht zu verkaufen wäre oder zumindest die entsprechende Spendebox für das „Rote Kreuz“ oder so daneben stehen sollte, antwortete mir der Buchhändler „Sie müssen es ja nicht kaufen!“
      Herunterhandeln etwa alle drei um einen Euro oder so, ließ er sich nicht.
      Liebe Grüße und viel Erfolg für die Aktion. Lassen Sie sich von möglichen Eselsohren nicht abschrecken!

  9. Liebe Sophie,
    ich habe so etwas schon ein paar Mal ausprobiert und es hat wunderbar geklappt! Es waren auch etwa 4-5 Interessenten, die mitgemacht haben. Jeden Monat wurde ein Buch ausgesucht (unabhängig vom Erscheinungsjahr), das dann weitergeschickt wurde. Mal brauchten die Leser weniger, mal mehr Zeit für das Lesen der Lektüre. Einige, die glaubten, es innerhalb eines Monats nicht zu schaffen, besorgten sich das Buch selbst. Am Ende des Monats wurde über das Buch diskutiert. Auch hier war die Beteiligung unterschiedlich. Meist war die Beteiligung bei dünnen Büchern, die schnell gelesen waren, höher. Dicke Schinken sind für eine solche Aktion nicht unbedingt empfehlenswert.
    Wenn du die Aktion hier anbietest, würde ich das im Auge behalten und vielleicht auch mal mitmachen – es kommt dann auf das Buch an. 🙂
    Liebe Grüße, Alexa

    • literaturen sagt

      Liebe Alexa,

      vielen Dank für deine Tipps! Stimmt, dicke Wälzer würde ich hier auch nicht rausschicken ..:)
      Liebe Grüße

  10. Super Idee. Bei Lovelybooks gibt es auch viele Wanderbücher, das klappt ganz gut. Man müsste sich ja auch nur bei Büchern auf die Liste setzen lassen die einen interessieren. Und wenn es dann da ist, alle anderen Bücher liegen lassen und sich auf dieses konzentrieren.

  11. Ich finde die Idee ganz wunderbar! Ich habe schon einnmal versucht bei so einer Aktion mitzumachen, allerdings ging es da um ein ganzes Wanderbuchpaket. Vielleicht war da auch der Anspruch zu hoch gesteckt, es hat auf jeden Fall nicht funktioniert. Aber mit einem Buch müsste das doch funktionieren? 🙂

    lg, eva

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