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Tony DiTerlizzi – Kenny und der Drache

Tony DiTerlizzi ist ein amerikanischer Illustrator und Schriftsteller. Bekannt wurde er durch seine Arbeit rund um die Spiderwickgeschichten  mit Holly Black, allerdings illustriert er auch regelmäßig Fantasygeschichten und Materialien für  Rollenspiele. Er arbeitete auch an der Verwirklichung des berühmten Pen & Paper Rollenspiel Dungeons and Dragons.

Das oben vorliegende Werk ist ein kleiner Schatz im Kinderbuchbereich. Protagonist ist Kenny Kaninchen, ein Hasenjunge, der das Lesen und Bücher liebt und sich für alles interessiert, was um ihn herum geschieht. Er ist aufgeweckt und intelligent, aber leider in seiner Klasse nicht besonders beliebt, weil viele ihn für einen merkwürdigen Streber halten. Das ändert sich, als er eines Tages auf dem nahegelegenen Hügel Grahame kennenlernt. Grahame ist ein großer Drache, der sich leidenschaftlich für das Theaterspielen, die schönen Künste, Literatur und Creme brûlée begeistert. Die beiden schließen Freundschaft und auch Kennys Eltern beginnen sich nach anfänglicher Skepsis mit Grahame anzufreunden.

Alles scheint gut zu laufen, bis Kenny in der Schule einen Aufsatz über Drachen schreibt, die in der allgemeinen Wahrnehmung der Bewohner Rundbachs grausame und gefährliche Wesen sind, die Jungfrauen entführen und Ritter töten. Kenny tut sich allerdings hervor, indem er von seiner Begegnung mit einem richtigen Drachen erzählt – der gar nicht so bösartig sei, wie alle glauben. Das ruft den König auf den Plan, der Kennys Freund Georg, einen ehemals angesehenen königlichen Drachentöter, beauftragt, die Gefahr für das Dorf schnellstmöglich zu beseitigen. So befindet sich Kenny in einem Gewissenskonflikt, der ihm furchtbare Bauchschmerzen bereitet. Er mag Grahame, der mag aber auch Georg. Schließlich erzählt er Georg von Grahame und überzeugt ihn davon, dass der künstlerisch ambitionierte Drache für niemanden eine Gefahr darstellt.

Während sich das ganze Dorf mit einem riesigen Spektakel auf den nächsten Tag vorbereitet, an dem Grahame beseitigt werden soll, fasst Kenny mit seinen Eltern, Georg und Grahame einen Plan, um alle Dorfbewohner zu beruhigen, ohne seinen Freund der aggressiven Meute auszuliefern.  Das Buch ist zwar sehr dünn und auch die Sprache ist nicht besonders – aber die Kraft, die in der Geschichte liegt, verbunden mit den wunderschönen Illustrationen machen dieses Buch zu einer tollen Geschichte für Kinder, besonders für die, die auch schonmal einen Freund vor Unrecht beschützen mussten.

 

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